Manuelle Lymphdrainage

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Unter Manueller Lymphdrainage versteht man das Abdrainieren (Ab- und Weiterleiten) der Gewebsflüssigkeit über die Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße. Das Prinzip der Manuellen Lymphdrainage beruht auf einer bestimmten Grifftechnik, die in speziellen Fortbildungen Masseuren und Krankengymnasten gelehrt wird: rhytmisch-kreisende-pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei feindosiertem Druck.

Die geschichtliche Entwicklung in den letzten 50 Jahren ist gekennzeichnet:
  • Klinisch -experimentelle Untersuchungen über die Pathophysiologie des Lymphgefäßsystems (Földi)
  • Abwandlung der alten Grifftechnik nach Vodder einhergehend mit klinischen Erfahrungen (Asdonk) und
  • Neue Methoden der Volumenmessung und die statische Erfassung des untersuchten Krankengutes (Kuhnke).


Dazu kam ein durch Behandlungsergebnisse gesicherter Indikationskatalog, der keine Zweifel über die Notwendigkeit der Lymphdrainage bei lymphödematösen Extremitäten läßt.

Besonders in der Krebstherapie hat die Lymphdrainage einen hohen Stellenwert.

Weitere Indikationsbereiche für die Anwendung der manuellen Lymphdrainage sind akute und chronische Traumen nach Sportverletzungen, Erkrankungen der Extremitäten einhergehend mit Muskel-Knochenatrophie (M.Sudeck), rheumatische Erkrankungen, Muskelverhärtungen, usw. Das Ergebnis, welches durch die Manuelle Lymphdrainage erzielt worden ist, muß durch eine Kompressionstherapie mittels Kompressionsbandagen oder Kompressionsstrümpfe gehalten werden.


Kontakt